International

Auch Briten, Israelis und EU-Diplomaten zum Verlassen der Ukraine aufgefordert

Nach den USA und den Niederlanden hat innerhalb von 24 Stunden nun auch Großbritannien eine Reisewarnung für die Ukraine ausgesprochen und seine Staatsangehörigen zum Verlassen des osteuropäischen Landes aufgefordert. Auch Israel und die EU erließen Reisewarnungen.
Auch Briten, Israelis und EU-Diplomaten zum Verlassen der Ukraine aufgefordertQuelle: Gettyimages.ru © Anadolu Agency / Kontributor

Nachdem die USA und die Niederlande ihre Bürger zum Verlassen der Ukraine wegen akuter Kriegsgefahr aufgefordert hatten, hat heute auch das britische Foreign Office diese Aufforderung an die Bürger des Vereinigten Königreichs adressiert.

In einer am Freitagabend auf der Internetseite des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten, das Commonwealth und Entwicklungshilfe veröffentlichten Erklärung heißt es, dass von jeder Art Reisen in die Ukraine abgeraten wird und alle britischen Staatsangehörigen das osteuropäische Land unverzüglich verlassen sollten. 

Ein Sprecher des Ministeriums erklärte:

"Die Sicherheit britischer Staatsangehöriger hat für uns oberste Priorität, weshalb wir unsere Reisehinweise aktualisiert haben. Wir bitten britische Staatsangehörige in der Ukraine dringend, jetzt auf kommerziellen Wegen auszureisen, solange diese noch verfügbar sind."

Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Foreign Office: 

"Briten, die sich für einen Aufenthalt in der Ukraine entscheiden, sollten ihre Ausreisepläne ständig überprüfen und sicherstellen, dass ihre Reisedokumente auf dem neuesten Stand sind."

Es wird gewarnt, dass es "im Fall eines russischen Einmarsches" keine staatlichen Evakuierungen geben wird: 

"Britische Staatsangehörige sollten im Falle eines Einmarsches des russischen Militärs keine konsularische Unterstützung oder Hilfe bei der Evakuierung erwarten."

Im Laufe des Abends sprachen auch Israel und die Europäische Union Reisewarnungen aus, in denen zum unverzüglichen Verlassen der Ukraine aufgefordert wird. Nach noch zu überprüfenden Informationen evakuiert Israel trotz der Sabbat-Ruhe derzeit seine Diplomaten aus Kiew. 

Der Gesandte der Europäischen Union in der Ukraine Matti Maasikas forderte angesichts der zunehmenden Spannungen mit Russland das nicht benötigte Personal seiner Botschaft in Kiew auf, das Land zu verlassen. Wie EU-Observer meldet, sandte Maasikas am 11. Februar eine Botschaft an das Personal, in der er das internationale Personal aufforderte, so schnell wie möglich abzureisen. Darin heißt es: 

"Nach einem Austausch mit dem Hauptquartier in Brüssel habe ich alle ausländischen Kollegen mit Ausnahme der wichtigsten Mitarbeiter aufgefordert, die Ukraine so schnell wie möglich zu verlassen und von außerhalb des Landes aus Telearbeit zu leisten."

Auch Estland folgte dem Beispiel der USA und Großbritanniens und forderte am Abend seine Bürger auf, die Ukraine zu verlassen.

US-Präsident Joe Biden hatte am Freitagmorgen US-Amerikaner in der Ukraine dringend dazu aufgerufen, das Land zu verlassen. In der Mittagszeit wurde eine entsprechende Erklärung der Niederlande veröffentlicht.

Zuvor hatte es Evakuierungen von Diplomaten mehrerer westlicher Länder und deren Familienangehörigen in aus Kiew gegeben. Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner britischen Amtskollegin am Donnerstag in Moskau, dass man die Evakuierungsaktionen der "angelsächsischen Länder" als Anzeichen dafür ernst nehme, dass der Westen irgendetwas in der Ukraine plane. Daher werde man entbehrliches Personal der russischen Botschaft in Kiew und der Konsulate in anderen ukrainischen Städten ebenfalls evakuieren. 

Die ukrainische Regierung warf den USA vor, Panik zu schüren. Dmitri Kuleba, der Außenminister des Landes, hatte Berichte über eine angeblich "bevorstehende" Invasion im vergangenen Monat zurückgewiesen und festgestellt, dass die Zahl der russischen Truppen in Grenznähe "für eine Großoffensive nicht ausreicht".

Am Mittwoch hatte das Wall Street Journal berichtet, der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sei besorgt, dass die wiederholten Warnungen der USA vor einer Invasion denjenigen in die Hände spielen könnten, die versuchen, die Lage in der Ukraine zu destabilisieren und ihrer Wirtschaft zu schaden. US-Präsident Biden deutete bereits an, dass der Dritte Weltkrieg beginnen könne. 

Mehr zum ThemaNiederlande raten Staatsangehörigen zum Verlassen der Ukraine

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.