Deutschland

Neue Studie bestätigt: Kein Grund für eiliges Impfen von Kindern

In seiner jüngsten Studie rät Prof. Dr. David Martin von der Universität Witten/Herdecke zu mehr Rationalität. Der Anteil der an COVID-19 erkrankten Jugendlichen liege im Promillebereich. Die Verläufe der Krankheit seien meist mild. Vier von 14 Millionen Kindern und Jugendlichen sind an einer SARS-CoV-2-Infektion verstorben.
Neue Studie bestätigt: Kein Grund für eiliges Impfen von KindernQuelle: AFP © David Ryder / Getty Images North America

Prof. Dr. David Martin, Leiter des Gerhard-Kienle-Lehrstuhls für Medizintheorie an der Universität Witten/Herdecke, rät Eltern zu mehr Entspannung und Rationalität in Sachen Kinder-Impfung. Den Politikern wirft Martin Faktenverzerrung vor. In seiner jüngsten Studie vom 19. Mai "COVID-19 Impfung für Kinder und Jugendliche? Vierzehn Argumente für einen rationalen Weg in Deutschland" erklärt er, warum für die allermeisten, auch bereits erkrankten Kinder und Jugendlichen keine ernsthafte Bedrohung bestehe. Er sieht keinen Grund zur eiligen Impfung von dieser Personengruppe und rät zur Abwägung der Risiken.

Da sich die Stimmen für eine Corona-Impfung von Kindern (0 bis 11 Jahre) und Jugendlichen (12 bis 18 Jahre) mehren würden, warnt er vor einer Überzeichnung der Rolle der Kinder in der Pandemie unter anderem durch die zunehmenden (Laien-)Testungen in Schulen.

Martin nennt sieben kinderbezogene Faktoren, die bei der Entscheidung sowohl zu einer individuellen als auch zu einer kollektiven Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche zu berücksichtigen sind. Darunter die akute Krankheitslast der Kinder und Jugendlichen. Fazit: Kinder erkranken nur sehr selten. Von allen Hospitalisierungen im Jahr 2021 (97.985) fielen 925 (0,9 Prozent) auf 0- bis 4-Jährige und 725 (0,8 Prozent) auf 5- bis 14-Jährige (Melderaten des RKI, Stand 27. April 2021). Dies entspricht den Angaben aus vielen anderen Studien, in denen der Anteil der hospitalisierten Kinder an allen Hospitalisierungen von COVID-19-Patienten unter zwei Prozent liegt.

Im deutschlandweiten DGPI-Register bedurften fünf Prozent der bis dato gemeldeten 1.373 stationär behandelten Kinder und Jugendlichen einer intensivmedizinischen Behandlung. Von diesen hatten sechs Kinder Folgeschäden. Nach aktuellem Kenntnisstand sind bei Kindern die meisten kardiovaskulären Folgeschäden nach COVID-19 oder PIMS innerhalb von sechs Monaten ausgeheilt.

Von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland mussten nur etwa 1.200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (weniger als 0,01 Prozent) behandelt werden, vier verstarben an ihrer Infektion.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder im Jahr 2019 bei 55, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zufolge lag die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25. Martin warnt:

"Diese Zahlen sollen und dürfen keinesfalls gegeneinander aufgerechnet werden, mögen aber bei der Einordnung helfen."

Bis zum 18. Mai waren dem RKI 18 Menschen unter 20 Jahren als an oder mit SARS-CoV-2 gestorben übermittelt worden. Bei allen 13 Fällen mit Angaben hierzu waren Vorerkrankungen bekannt. Weiter heißt es in der Studie dazu:

"Es ist erstaunlich, dass in einem Land mit so viel Forschungsmittel das RKI und die Gesellschaft so wenig über die genauen Zusammenhänge erfahren, wenn wir uns gleichzeitig überlegen, Millionen von Kindern zu impfen."

Was das Kurz-, Mittel- und Langzeitnebenwirkungsspektrum der Impfungen und Ingredienzen bei Kindern und Jugendlichen angeht, stellt die Studie fest: "Nicht jedes Kind hat Kontakt zum Virus, nicht jedes davon infiziert sich, wiederum nur ein kleiner Teil der infizierten Kinder entwickelt Symptome und diese sind meistens mild. Im Gegensatz dazu würde eine generelle Impfung eine forcierte Auseinandersetzung mit einem Virusbestandteil plus der im Impfstoff enthaltenen Zusatzstoffe bei allen geimpften Kindern bewirken."

Viele COVID-19-Impfungen rufen gerade bei jüngeren Menschen vorübergehende akute Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost hervor.  

Und wie sieht es bei Erwachsenen aus? Dazu heißt es in der Studie von Prof. Dr. David Martin weiter, dass sich die "Zahlen der im Zusammenhang mit der Corona-Impfung gemeldeten Verstorbenen (was noch keinen ursächlichen Zusammenhang belegt) zwischen 1:14.000 (ca. 6.000 gemeldete Todesfälle bei ca. 88 Million Geimpften in Europa; Stand 5. April 2021) und 1:58.000" bewegen. Weiter heißt es:

"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht bisher keine Erwähnung von Tod oder Sterblichkeit im Zusammenhang mit den Impfungen auf ihrer Webseite zu Nebenwirkungen der Impfungen. Für Menschen, die sich als Risikokandidaten für schwere COVID-19-Erkrankungen sehen, ist ein Risiko in der Größenordnung von 1:58.000 akzeptabel. Für gesunde Kinder und Jugendliche, deren Risiko an COVID-19 zu versterben, gegen null (0.00002 Prozent) geht, ist es schwer verständlich, dass Politiker und sogar Ärzte die Impfung als Voraussetzung für die Teilnahme am schulischen und gesellschaftlichen Leben in Erwägung ziehen. Das mögliche iatrogene Auslösen von äußerst seltenen, aber schwerwiegenden Impfreaktionen bedarf einer stärkeren Begründung als der für die Applikation der üblichen, vergleichsweise gut verträglichen Impfstoffe gegen schwerwiegende Erkrankungen im Kindesalter."

Martin stellt den gesellschaftsbezogenen Aspekt in den Vordergrund und stellt die provokante Frage: "Wenn die Impfung nicht sinnvoll zum Wohle der Kinder wäre, aber dennoch bewiesenermaßen kurz- und langfristig sicher wäre, würde dies eine allgemeine Impfempfehlung der Kinder zum Wohle der Erwachsenen und insbesondere zum Wohle der Risikogruppen rechtfertigen?"

In der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird derzeit nicht damit gerechnet, dass eine allgemeine Impfempfehlung für alle älteren Kinder und Jugendlichen abgegeben wird. 

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